ISG-Schmerzen aus Sicht der TCM

Heilpraktiker Michael Schuller Khum Nara TCM Akupunktur Tuina Schröpfen ISG

ISG-Schmerzen sind selten nur mechanisch

Das Iliosakralgelenk ist der Übergang zwischen Oberkörper und Becken.
Hier wird Gewicht getragen, Kraft übertragen, Spannung gehalten.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das ISG ein energetischer Knotenpunkt.

Hier treffen aufeinander:

  • Niere und Blase

  • Stabilität und Bewegung

  • Urvertrauen und Angst

  • Loslassen und Kontrolle

Wenn dieser Übergang dauerhaft unter Spannung steht, meldet sich der Körper. Meist ist sein Signal der Schmerz.

Typische Anzeichen bei ISG-Problemen

Viele Betroffene berichten über:

  • einseitige Schmerzen neben dem Kreuzbein

  • Ziehen ins Gesäß, die Hüfte oder das Bein

  • Gefühl von Instabilität oder „Verkanten“

  • Schmerzen beim Umdrehen im Bett

  • Verschlechterung bei Stress

  • steife, blockierte Lendenwirbelsäule

Aus TCM-Sicht ist das kein Zufall. Energie fließt nicht frei. Das muss sich früher oder später bemerkbar machen.

Was aus TCM-Sicht im Körper passiert

Die Blasenleitbahn verläuft beidseits der Wirbelsäule und über das Becken.
Sie reagiert extrem sensibel auf Stress, Druck und innere Alarmbereitschaft.

Daueranspannung führt zu:

  • Spannung in der Blasenleitbahn

  • Aktivierung des Nervensystems

  • fehlender Regeneration der Nierenenergie

Der Körper ist permanent „bereit“.
Aber nie wirklich sicher.

Die emotionale Ebene von ISG-Schmerzen

Häufig zeigen sich bei ISG-Beschwerden folgende Themen:

  • immer funktionieren müssen

  • Verantwortung tragen, auch für andere

  • nicht abschalten können

  • Angst vor Kontrollverlust

  • das Gefühl, nicht locker lassen zu dürfen

Das Becken speichert diese Spannung.
Irgendwann meldet es sich körperlich.

ISG-Schmerzen sind dann ein Grenzsignal.

Was jetzt nicht hilft

Mehr Kraft.
Mehr Dehnung.
Mehr Zähne zusammenbeißen.

Das verschärft oft genau das, was ohnehin zu viel ist.

Was aus TCM-Sicht sinnvoll ist

1. Akupunktur

Nie nur lokal, sondern systemisch:

  • Blasen-, Nieren- und Gallenblasenleitbahn

  • Punkte zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems

Ziel: Regulation. Den freien Fluss herstellen.

2. Tuina und manuelle Arbeit

Gearbeitet wird an:

  • Sakrum

  • ISG-Bändern

  • Faszien der Blasen- und Gallenblasenleitbahn

Lösen. Sortieren. Integrieren.
Der Körper reagiert schnell.

3. Atemarbeit ins Becken

Oft unterschätzt, extrem wirksam.

Tiefe Atmung Richtung Beckenboden und Kreuzbein:

  • beruhigt das Nervensystem

  • senkt Grundspannung

  • bringt Sicherheit ins System

Viele Menschen mit ISG-Schmerzen atmen zu hoch.
Der Atem kommt nie unten an.

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Fazit

ISG-Schmerzen entstehen selten nur im Gelenk.
Sie entstehen dort, wo Spannung zu lange gehalten wurde.

Regulation, Sicherheit und Entlastung sind hier wichtig um das Problem zu lösen.

Wenn du ISG-Schmerzen hast und merkst, dass Stress, Daueranspannung oder Verantwortung eine Rolle spielen, melde dich.

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