
ISG-Schmerzen sind selten nur mechanisch
Das Iliosakralgelenk ist der Übergang zwischen Oberkörper und Becken.
Hier wird Gewicht getragen, Kraft übertragen, Spannung gehalten.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das ISG ein energetischer Knotenpunkt.
Hier treffen aufeinander:
Niere und Blase
Stabilität und Bewegung
Urvertrauen und Angst
Loslassen und Kontrolle
Wenn dieser Übergang dauerhaft unter Spannung steht, meldet sich der Körper. Meist ist sein Signal der Schmerz.
Typische Anzeichen bei ISG-Problemen
Viele Betroffene berichten über:
einseitige Schmerzen neben dem Kreuzbein
Ziehen ins Gesäß, die Hüfte oder das Bein
Gefühl von Instabilität oder „Verkanten“
Schmerzen beim Umdrehen im Bett
Verschlechterung bei Stress
steife, blockierte Lendenwirbelsäule
Aus TCM-Sicht ist das kein Zufall. Energie fließt nicht frei. Das muss sich früher oder später bemerkbar machen.
Was aus TCM-Sicht im Körper passiert
Die Blasenleitbahn verläuft beidseits der Wirbelsäule und über das Becken.
Sie reagiert extrem sensibel auf Stress, Druck und innere Alarmbereitschaft.
Daueranspannung führt zu:
Spannung in der Blasenleitbahn
Aktivierung des Nervensystems
fehlender Regeneration der Nierenenergie
Der Körper ist permanent „bereit“.
Aber nie wirklich sicher.
Die emotionale Ebene von ISG-Schmerzen
Häufig zeigen sich bei ISG-Beschwerden folgende Themen:
immer funktionieren müssen
Verantwortung tragen, auch für andere
nicht abschalten können
Angst vor Kontrollverlust
das Gefühl, nicht locker lassen zu dürfen
Das Becken speichert diese Spannung.
Irgendwann meldet es sich körperlich.
ISG-Schmerzen sind dann ein Grenzsignal.
Was jetzt nicht hilft
Mehr Kraft.
Mehr Dehnung.
Mehr Zähne zusammenbeißen.
Das verschärft oft genau das, was ohnehin zu viel ist.
Was aus TCM-Sicht sinnvoll ist
1. Akupunktur
Nie nur lokal, sondern systemisch:
Blasen-, Nieren- und Gallenblasenleitbahn
Punkte zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems
Ziel: Regulation. Den freien Fluss herstellen.
2. Tuina und manuelle Arbeit
Gearbeitet wird an:
Sakrum
ISG-Bändern
Faszien der Blasen- und Gallenblasenleitbahn
Lösen. Sortieren. Integrieren.
Der Körper reagiert schnell.
3. Atemarbeit ins Becken
Oft unterschätzt, extrem wirksam.
Tiefe Atmung Richtung Beckenboden und Kreuzbein:
beruhigt das Nervensystem
senkt Grundspannung
bringt Sicherheit ins System
Viele Menschen mit ISG-Schmerzen atmen zu hoch.
Der Atem kommt nie unten an.
Jetzt meiner WhatsApp Gruppe beitreten und die Meditation “ Atem in die Tiefe“ runterladen.
Fazit
ISG-Schmerzen entstehen selten nur im Gelenk.
Sie entstehen dort, wo Spannung zu lange gehalten wurde.
Regulation, Sicherheit und Entlastung sind hier wichtig um das Problem zu lösen.
Wenn du ISG-Schmerzen hast und merkst, dass Stress, Daueranspannung oder Verantwortung eine Rolle spielen, melde dich.